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Euer Leistungs- und Entscheidungsdruck mit Blick auf die Berufswahl ist enorm. Damit ihr den Übergang von der Schule in die Ausbildung bzw. in den Beruf möglichst gut bewältigen können, braucht ihr generell Unterstützung und feste Ansprechpartner_innen – darin sind sich die Fachleute einig. Die Angebote hierfür müssten jedoch besser abgestimmt sein und an Orte wie Schule, Jobcenter, Unternehmen usw. gekoppelt werden. Aus Sicht der Fachleute sind nicht nur die Kommunen und Länder sondern auch der Bund zuständig, dafür gute Bedingungen zu schaffen. Außerdem sollen Angebote stärker auf die eure Bedürfnisse und Fähigkeiten eingehen. Durch Schul- und Studienreformen sind eure Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt –  nicht alle haben die (finanzielle) Möglichkeit, sich durch z.B. Auslandsaufenthalte oder FSJ-Zeiten Freiräume zu schaffen. Dabei sind diese Umwege auf dem Weg von der Schule zum Beruf nach Meinung der Expert_innen sehr wichtig für die persönliche Entwicklung.

Wie schätzt ihr das ein? Wie kann das konkret umgesetzt werden? Was wurde vergessen?

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Schulen und außerschulischen Bildungsträgern haben bei der Übergänge-Diskussion eine besondere Rolle. Kontrovers diskutiert wurde von den Fachleuten, ob ein erhöhter schulischer Leistungsdruck als Vorbereitung auf die (berufliche) Zukunft in der Leistungsgesellschaft wichtig ist; oder ob der Druck für viele von euch die Zukunftschancen eher verschlechtert.

Die Fachleute sind sich jedoch einig: Schule müsste sich als „Lebensort“ mehr öffnen und eure individuelle Persönlichkeitsentwicklung mehr in den Blick nehmen. Hierfür ist wichtig, dass ihr zwischen verschiedenen Schulformen einfacher wechseln könnt. Aber auch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Trägern, wie der Jugendsozialarbeit oder Jugendverbänden ist sinnvoll und wird bereits viel umgesetzt. Darüber wie diese Zusammenarbeit konkret aussehen sollte, gibt es aber noch unterschiedliche Meinungen. Ein Vorschlag der Fachleute ist, in der Schulzeit mehrwöchige Orientierungspraktika im außerschulischen Bereich zu ermöglichen.

Wie schätzt ihr das ein? Wie kann das konkret umgesetzt werden? Was wurde vergessen?

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Diejenigen von euch, die beispielsweise wenig Geld haben oder geistig oder körperlich beeinträchtigt sind, haben oft größere Schwierigkeiten, eine passende Ausbildung bzw. einen Einstieg ins Berufsleben zu finden. Die Fachleute haben festgestellt, dass es viele Angebote der Berufsorientierung und Förderung gibt. Sie finden aber, dass dieses „Fördersystem“ noch viel zu kompliziert ist und mehr auf den jeweiligen besonderen Bedarf ausgerichtet sein müsste, um eure Chancen wirklich zu verbessern. Es sollten Netzwerke aufgebaut werden, die mehrere Stellen verbinden. Ihr sollt schneller Ansprechpartner_innen finden und es soll dauerhafte Begleitungen von der Schule bis zum Berufseinstieg geben.

Wie schätzt ihr das ein? Wie kann das konkret umgesetzt werden? Was wurde vergessen?

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Berufsorientierung ist nicht nur ein Thema für Schule und Jugendarbeit. Auch Unternehmen sind in der Pflicht, ihren Beitrag zu leisten. Die Fachleute diskutierten darüber, ob die Interessen der Wirtschaft bei eurer Berufsorientierung womöglich zu sehr im Vordergrund stehen und damit eure persönlichen Interessen und Fähigkeiten nach hinten rücken lassen. Nichtsdestotrotz finden sie, dass es bessere Bedingungen für Kooperationen zwischen Schule, Jugendverbänden, Jugendsozialarbeit und Wirtschaft geben muss.

Was haltet ihr davon? Wie müssten diese Bedingungen aussehen?

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Bei der Frage, inwieweit Leute in eurem Alter euch bei der Berufsorientierung unterstützen, kamen die Fachleute nicht richtig weiter. Bei der Suche nach Ideen und Ansätzen wurde hinterfragt, ob die Beziehungen zwischen Gleichaltrigen (Peers) nicht zu verzweckt wird, wenn z.B. freundschaftliche Hilfe plötzlich als Aufgabe erscheint.

Was ist mit Unterstützung Gleichaltriger gemeint? Beispiele:

  • Peer Education: Jugendliche bringen sich gegenseitig etwas bei - z.B. im Rahmen einer Lernpatenschaft oder in einer Gruppenstunde im Jugendverband.
  • Peer Beratung: Jugendliche werden zu Berater_innen ausgebildet und dadurch befähigt, anderen jungen Menschen z.B. bei der Berufsorientierung zu helfen.
  • Vorbildfunktion: Viele junge Menschen entscheiden sich für einen bestimmten Weg, weil sie sich ein Beispiel an Freund_innen, Geschwistern, Mitschüler_innen usw. nehmen.

Weil die Fachleute keine konkreten Ergebnisse oder Ideen hatten, fragen sie jetzt direkt euch nach eurer Einschätzung und euren Ideen: Wie können und sollten Peers einander bei der Orientierung helfen? Welche Erfahrungen habt ihr ggf. mit Peer-Projekten bei Fragen der Ausbildung oder der Berufsfindung?

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Die Gestaltung von Übergängen ist nicht nur in Deutschland, sondern europaweit ein wichtiges Thema. Klar, dass dabei das grenzüberschreitende Lernen im Fokus steht! Auslandsaufenthalte wie internationale Jugendbegegnungen oder Freiwilligendienste bergen viel Potenzial: In der Fremde macht man neue Erfahrungen und kann neue Fähigkeiten und Kompetenzen erwerben. Das macht fit für eine zunehmend globalisierte Welt. Doch bisher werden nur wenige von euch mit solchen Angeboten erreicht. Die Fachleute diskutieren deshalb darüber, wie die Unterstützung von Bund, Ländern, Kommunen und den Organisator_innen von internationalen Angeboten verbessert werden muss, damit möglichst viele junge Menschen diese Möglichkeit wahrnehmen können. Wichtig ist ihnen dabei, dass besonders diejenigen, die benachteiligt sind oder sich einen Auslandsaufenthalt nicht leisten können, unterstützt werden.

Wie sollte so eine Unterstützung aussehen? Was für Angebote werden gebraucht, damit möglichst viele junge Menschen Lernerfahrungen im Ausland sammeln können?