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Mit der Beteiligungsrunde [Jugendbeteiligung – selbstverständlich?!] haben wir bereits viele Positionen und Ideen zum Thema Partizipation an Schule gesammelt. Diese sind in die Diskussionen schon eingegangen, nun wollen die Fachleute hierzu nochmal mehr wissen. Ihrer Meinung nach fühlt ihr euch wohler, wenn ihr in der Schule mitgestalten könnt und lernt nebenbei noch eine Menge. Eine Eigenständige Jugendpolitik könnte eine stärkere Mitbestimmung an den Schulen unterstützen und verbindlicher werden lassen.

Fragen und Ideen der Fachleute

  1. Die Fachleute würden gerne wissen: Welche Rolle spielt eigentlich die Schüler_innenvertretung (SV) an eurer Schule? Fühlt ihr euch gut vertreten? Habt ihr Verbesserungswünsche? Sollte die SV neben Schul-Themen auch z.B. kommunalpolitische Themen behandeln?
  2. Bestehende Rechte zur Mitbestimmung an der Schule sollten erst wirklich umgesetzt werden, bevor weitere theoretisch dazu kommen.
  3. Mitbestimmung kann nur funktionieren, wenn ihr mitbestimmen wolllt, die Schule, bzw. die Schulleitung es zulässt und die Lehrkräfte euch dabei unterstützen.

Was denkt ihr zu den Ideen der Fachleute? Worüber wollt ihr eigentlich (nicht) mitbestimmen und was genau braucht ihr dafür (als Schüler_innen und als Schüler_innenvertretung)? Ihr wolltet in eurer Schule was bewegen und seid auf Grenzen gestoßen? Welche waren das?

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In vielen Bundesländern gibt es vermehrt Schulen mit Ganztagsbetrieb, die neben dem Unterricht auch andere Aktivitäten anbieten. Schule ist längst nicht mehr nur "Wissensvermittlerin" finden die Fachleute. Ihr verbringt einen Großteil des Tages in der Schule - Sie ist eine Art "Lebensort" für euch. Wichtig ist daher, dass ihr dort nicht nur lernt, sondern auch "lebt" und euch entwickeln könnt. Eine Eigenständige Jugendpolitik könnte die Aufgabe übernehmen, alle Beteiligten zu motivieren, Schulen zu schaffen in denen ihr euch wohlfühlen könnt und die euch neben dem Lernen ausreichend Freiräume bieten, um euch entfalten zu können.

Fragen und Ideen der Fachleute

  1. Die Fachleute fragen sich und euch, ob ihr euch in der Schule mehr Räume und Möglichkeiten für Freizeitgestaltung wünscht oder ob ihr lieber mehr von eurer Freizeit außerhalb der Schule verbringen möchtet.
  2. Eine Studie (StEG) hat herausgefunden, dass mit zunehmendem Alter die Jugendlichen immer unzufriedener mit dem Nachmittagsangeboten sind. Was denkt ihr dazu?
  3. Angebote der Ganztagsbetreuung sollten für Schüler_innen anderer Schulen geöffnet werden. Dadurch könntet ihr die Freizeitangebote der Schule wahrnehmen und gleichzeitig eure Freund_innen treffen, egal an welche Schule sie gehen.

Was bedeutet es für euch, dass sich Schule immer mehr zu einem Lebensort entwickelt? Wie muss (Ganztags-)Schule gestaltet werden, damit ihr euch dort wohl fühlt? Welche Angebote wären euch wichtig? Wie sollten Schüler_innen an der Auswahl und Gestaltung der Angebote beteiligt werden?

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Früher wurde in der Schule nur „frontal“ unterrichtet, heute werden immer mehr verschiedene Methoden genutzt (Projektarbeit, Exkursionen, Thementage …). Die Fachleute meinen, die Schulen sollten Lernen noch vielfältiger und ganzheitlicher gestalten und eure individuellen Neigungen und Interessen mehr fördern. Auch gemeinsame Aktivitäten in der Gruppe oder Angebote nach der Unterrichtszeit gehören für sie dazu. Das können z.B. freiwillige Beratungen bei Problemen mit der Schule oder der Familie sein, aber auch Aktivitäten mit Jugendverbänden oder Berufsorientierungsangebote.

Eine Eigenständige Jugendpolitik könnte anstoßen, dass alle Beteiligten (Schüler_innen, Lehrer_innen, Verwaltung, Eltern, außerschulische Kooperationspartner wie Jugendverbände) sich besser miteinander abstimmen und gemeinsam ihre Schule gestalten.

Ideen der Fachleute:

  1. Eine gute Atmosphäre, gute Gruppendynamik, soziales Lernen und Mitbestimmung ist die Basis für ganzheitliches Lernen in der Schule.
  2. Gemeinsame Planung, bereits vor dem Bau einer Schule ermöglicht, dass Schule als „Heimat“ wahrgenommen wird. Schüler_innen und Eltern sollten mehr in die Schulstandort- und Schulwegeplanung und die Weiterentwicklung der Kommune selbst eingebunden werden.
  3. Ganzheitliches Lernen bedeutet auch, eigene Lösungswege suchen und finden zu dürfen und eigenverantwortlich aus Fehlern zu lernen.
  4. Kooperationen von Schule mit anderen Einrichtungen, wie dem Künstler- oder Sportverein, einem Jugendverband macht Schule attraktiver. Aber sie erfordern gegenseitiges Vertrauen. Beide Seiten müssen aufeinander eingehen und ihre bisherigen Arbeitsweisen aneinander anpassen.
  5. Bundesweite Konzepte für die Kooperation von Schule mit anderen Einrichtungen könnten helfen. Sie bergen aber auch das Problem, dass die einzelnen Schulen eingeschränkt sind in ihren Gestaltungsmöglichkeiten.

Was haltet ihr davon, das Lernen vielfältiger und ganzheitlich zu gestalten? Wie könnte man das erreichen? Was für Probleme seht ihr dabei? Welche Unterstützung wird hierfür benötigt? Was ist aus eurer Sicht wichtig bei Kooperationen von Schule und anderen Akteur_innen? Welche Kooperationen findet ihr besonders sinnvoll?