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3. Lernen geht auch (wo)anders!

Früher wurde in der Schule nur „frontal“ unterrichtet, heute werden immer mehr verschiedene Methoden genutzt (Projektarbeit, Exkursionen, Thementage …). Die Fachleute meinen, die Schulen sollten Lernen noch vielfältiger und ganzheitlicher gestalten und eure individuellen Neigungen und Interessen mehr fördern. Auch gemeinsame Aktivitäten in der Gruppe oder Angebote nach der Unterrichtszeit gehören für sie dazu. Das können z.B. freiwillige Beratungen bei Problemen mit der Schule oder der Familie sein, aber auch Aktivitäten mit Jugendverbänden oder Berufsorientierungsangebote.

Eine Eigenständige Jugendpolitik könnte anstoßen, dass alle Beteiligten (Schüler_innen, Lehrer_innen, Verwaltung, Eltern, außerschulische Kooperationspartner wie Jugendverbände) sich besser miteinander abstimmen und gemeinsam ihre Schule gestalten.

Ideen der Fachleute:

  1. Eine gute Atmosphäre, gute Gruppendynamik, soziales Lernen und Mitbestimmung ist die Basis für ganzheitliches Lernen in der Schule.
  2. Gemeinsame Planung, bereits vor dem Bau einer Schule ermöglicht, dass Schule als „Heimat“ wahrgenommen wird. Schüler_innen und Eltern sollten mehr in die Schulstandort- und Schulwegeplanung und die Weiterentwicklung der Kommune selbst eingebunden werden.
  3. Ganzheitliches Lernen bedeutet auch, eigene Lösungswege suchen und finden zu dürfen und eigenverantwortlich aus Fehlern zu lernen.
  4. Kooperationen von Schule mit anderen Einrichtungen, wie dem Künstler- oder Sportverein, einem Jugendverband macht Schule attraktiver. Aber sie erfordern gegenseitiges Vertrauen. Beide Seiten müssen aufeinander eingehen und ihre bisherigen Arbeitsweisen aneinander anpassen.
  5. Bundesweite Konzepte für die Kooperation von Schule mit anderen Einrichtungen könnten helfen. Sie bergen aber auch das Problem, dass die einzelnen Schulen eingeschränkt sind in ihren Gestaltungsmöglichkeiten.

Was haltet ihr davon, das Lernen vielfältiger und ganzheitlich zu gestalten? Wie könnte man das erreichen? Was für Probleme seht ihr dabei? Welche Unterstützung wird hierfür benötigt? Was ist aus eurer Sicht wichtig bei Kooperationen von Schule und anderen Akteur_innen? Welche Kooperationen findet ihr besonders sinnvoll?


Kooperationen von Schule mit Jugendverbänden/ Sportvereinen/ Kulturinstitutionen usw. sind sinnvoll, aber wir sagen: Die Bundeswehr hat in der Schule nichts zu suchen!

Gegen den Einfluss der Bundeswehr und der Rüstungsindustrie auf das Bildungswesen! Überall, wo junge Menschen zusammenkommen, ist auch die Bundeswehr nicht weit: Auf Messen für Ausbildungsplätze, auf Straßenfesten und Schulhöfen muss man sich von der Werbung der Bundeswehr berieseln lassen. Dort vermitteln Jugendoffiziere die Mär von der Frieden bringenden Bundeswehr und stellen ihr Unternehmen als normalen Arbeitgeber*in und Ausbilder*in im Klassenzimmer vor. In den Rekrutierungskampagnen wird offen mit Zukunftsängsten und dem Mangel an Perspektiven von Jugendlichen gespielt. Ihre Perspektive heißt "Bundeswehr Adventure Camps"! Die Armee bietet sie kostenlos an und schaltet ihre Werbung für die "große Team Challenge" in Jugendzeitschriften wie der Bravo. Als politischer Kinder - und Jugendverband finden wir diese Banalisierung von Militär vollkommen inakzeptabel. Wir blicken auf eine lange antimilitaristische Tradition. Die Bundeswehr ist kein Spaßverein. Sie ist eine Armee, die international im Einsatz ist, mit allen damit verbunden Risiken und in der schlimmsten Konsequenz gehört auch der Tod dazu!

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Ganzheitliches Lernen bedeutet für uns, dass Schüler*innen die Möglichkeit haben, Problemen und Fragen nachgehen zu können und eigene Lösungen dazu erarbeiten können.

Bildungsziele/ Erziehungsziele in UNSERER UTOPISCHEN SCHULE: In der Schule der Zukunft ist nicht mehr die Verwertbarkeit das Ziel, sondern die Bildung selbst: Ganzheitlich bilden. Was für Pisa gemessen und getestet werden kann oder später profitabel verwertbar ist, interessiert in der Schule niemanden. Körperliche, musische, künstlerische Erziehung, Geschichtsbewusstsein, Allgemeinbildung, Fachwissen, handwerkliche und philosophische Fähigkeiten sind gleichberechtigt Ziel von Bildungsprozessen. Schule ist kein Selbstzweck. Schüler*innen haben die Möglichkeit Problemen und Fragen nachgehen zu können und eigene Lösungen erarbeiten können. Diese Arbeitsweise setzt die praktische Umsetzung in den Vordergrund, handwerkliche und kognitive Fähigkeiten ergänzen sich.

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Ganzheitliches Lernen bedeutet für uns, dass Wissen miteinander verknüpft wird und interdisziplinär gearbeitet wird. Dazu ist eine fachübergreifende Vernetzung auf theoretische und praktische Weise notwendig.

Bildungsziele/ Erziehungsziele in UNSERER UTOPISCHEN SCHULE: In der Schule der Zukunft ist nicht mehr die Verwertbarkeit das Ziel, sondern die Bildung selbst: Fächerübergreifend denken lernen. Aufteilung von Wissen in Unterrichtsfächer ist willkürlich und findet deshalb nicht statt. Gerade der Kontext macht Gelerntes wertvoll. Anders lernen heißt im und am Projekt lernen. Das Projekt ist interdisziplinär, es verknüpft die einzelnen Fächer und hebt sie damit auf. Erst, wenn zum Beispiel Wissen aus der Physik selbstständig auf das zu bearbeitende Werkstück oder die Diskussion um Sinn und Unsinn von Atomkraft angewandt werden kann, ist Bildung gelungen. Im Selbstbildungsprozess der Schüler*innen geht es nicht um Fakten sondern um vernetztes Wissen. Eine Information hat nur dann einen Wert, wenn sie an Bekanntes anknüpft und eingeordnet werden kann. Dazu ist eine fachübergreifende Vernetzung auf theoretische und praktische Weise notwendig.

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Ein Austausch mit fernen Kulturen und Begegnungen der Generationen ist besonders wichtig und sinnvoll. Entsprechende Kooperationen sollten unterstützt werden.

UNSERE UTOPISCHE SCHULE: Schule ist ein Ort der Begegnung. Sich bilden heißt auch über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und andere kennen zu lernen. Auch in der Schule gibt es einen Austausch mit fernen Kulturen und Begegnung der Generationen.

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Bei Kooperationen von Schule mit Jugendverbänden/ Sportvereinen/ Kulturinstitutionen usw. ist es wichtig, dass nicht immer alles nur "im Sinne der Schule" stattfindet. Wenn die*der Schulleiter*in zuviel in die Angebote reinredet macht die Kooperation keinen Sinn.

UNSERE UTOPISCHE SCHULE: "Schule als Lebensraum ist Teil der Gesellschaft. Das Leben fängt nicht nachmittags an, wenn die Schule aus ist. Es gliedert sich nicht in Einheiten von 45 Minuten. Im Gegenteil ist die Schule Ort des lebendigen Lebens: Lernen, Ausprobieren, Üben, Essen, Sport, Spaß und Ruhe - selbstorganisiert, und damit experimentell und neu. Auch Organisationsstrukturen, die außerhalb von Schule agieren (die Falkengruppe, der Sportverein, das Stadtteiltheater) tragen ihre Ideen und Angebote in die Schule hinein. Hausrecht hat nicht die*der Schulleiter*in, das Gebäude ist eine öffentliche Einrichtung und wird von jeder und jedem aus dem Stadtteil genutzt."

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So oft wie möglich sollte Unterricht mit praktischem Erleben oder mit Beispielen aus jugendlichen Lebenswelten verbunden werden.

Tätig werden liegt in der Natur des Menschen. Das Begreifen der Welt erfolgt durch Tätigkeit. Man lernt denken, beim gedanklichen Durchdringen von Themen, die einen bewegen.

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Der Mensch ist ein ganzheitliches Wesen. Lernen ist nichts rein Kognitives: Verstehen ist weniger als begreifen, begreifen weniger als tun. Bildung findet durch Gerüche, durch Geräusche, durch Modelle zum Anschauen und Anfassen statt und nicht zuletzt durch Herstellen und Ausprobieren.

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Schüler*innen wollen eigene Entscheidungen treffen und ihre Welt gestalten. Lernen muss so gestaltet werden, dass sie die Möglichkeit haben das zu erproben und dabei auch Fehler machen dürfen.

Jeder Mensch hat das Recht auf eigene Entscheidungen. Kinder und Jugendliche müssen im Rahmen ihrer Entwicklung dieses Recht mehr und mehr zuerkannt bekommen. Ihre Neugierde verbunden mit dem Willen das Vorgefundene zu gestalten macht sie zu autonom handelnden Wesen.

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Damit das Angebot von verschiedenen Verbänden und Vereinen mehr SuS erreicht und auch die SuS mehr Auswahl haben, sollten solche Angebote von SuS verschiedener Schulen genutzt werden können. Benachbarte Schulen könnten gemeinsame Konzepte entwickeln und die Angebote aufteilen.

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Schule muss mehr Lebensweltbezug haben, SuS müssen lernen zu aktuellen Diskussionen Standpunkte zu beziehen, zu erkennen wie sie ihr wissen "nutzen können" und welche Freizeitmöglichkeiten/Arbeitsfelder es gibt und wie sie genutzt werden können.

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