Praxishilfen

Es gibt viele Arten sich dem Thema [ Orientierung¿ Los! ] zu nähern. Einige Anregungen und Impulse findet ihr auf dieser Seite.

Weiter unten haben wir außerdem einige Methoden zusammengestellt, die euch bei einer kreativen Auseinandersetzung mit den Themen helfen. Des Weiteren geben wir euch Anregungen, wie ihr eigene Positionen zu den Fragestellungen entwickeln könnt.

>> Das OFFLINE-Werkzeug zur Beteiligungsrunde
>> Der Clip zur Beteiligungsrunde

 

Näher ans Thema

Wie wär‘s mit…

…einem Interview!

  • Interviewt eure Eltern/Großeltern/Tanten/Geschwister/Freunde. Wie haben sie ihre Übergänge gestaltet? Auf welcher Basis trafen sie ihre Entscheidungen? Hierdurch könnt ihr z. B. die Gestaltung von Übergängen in verschiedenen Generationen intensiver erforschen. Das führt sicherlich zu vielen spannenden Ergebnissen und Einblicken.

…einem Expert_innengespräch!

  • Wenn ihr mal einen Blick auf die Profis werfen wollt, könnt ihr diese natürlich auch befragen. Da bieten sich z.B. Berufsberater_innen, Jugendsozialarbeiter_innen oder Mitarbeiter_innen der Arbeitsagentur an. Bereitet die Fragen und Weiteres am besten schon gemeinsam vor. Hierzu bietet sich ein Fragebogen an, der euch als Leitfaden dient.

…einem Besuch im BiZ!

  • Hier gibt es viele Informationen zu Arbeitsmarkt, Berufs- und Studienwahl, Stellensuche sowie Weiterbildung. Macht doch mal eine Art Bestandsaufnahme des BiZ und untersucht wie hilfreich die Angebote wirklich für euch sind.

…einer Fotoaktion!

  • Dokumentiert zum Beispiel wichtige Wendepunkte in eurem Leben. Vergleicht eure Lebenswege in der Gruppe und untersucht, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen. Das bietet sich als guter Einstieg in das Thema an. Oder macht Fotos von Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und Berufsberatung, informiert euch über diese, pinnt sie auf einen Stadtplan und erörtert, wie gut sie vernetzt sind.

…einem Blick in die Unternehmen!

  • Stattet doch mal Unternehmen, die euch besonders interessieren einen Besuch ab. Wie funktioniert das Ausbildungsmanagement bei ihnen? Würden sie sich mehr Kooperationen mit sozialen Trägern wünschen?

     

Zur Einstimmung

Um sich auf ein Thema einlassen zu können und den eigenen Wissensstand oder den der Gruppe zu prüfen, bietet sich ein Brainstorming an. Starten könnt ihr z. B mit dem Oberthema „Partizipation“, um euch anschließend an den Fragestellungen entlang zu hangeln:


Brainstorming

Ziele: Phantasieanregung, Ideensammlung

Rahmenbedingungen: Für Kleingruppen geeignet, ca. 10 - 30 Minuten,

Karten, Stifte, Stellwand.

Ablauf: Der oder die Moderator_in gibt ein Thema für den „Gedankensturm“ vor. Die Teilnehmenden schreiben ihre eigenen Lösungsideen auf Karten. Wichtig ist hier: Nur ein Thema pro Karte und dieses groß und deutlich aufschreiben. Die ausgefüllten Karten werden im Anschluss eingesammelt und auf eine Stellwand geheftet. Die Ideen werden dabei thematisch geordnet. Angeregt durch die Karten entwickeln sich bei den Teilnehmenden häufig weitere Ideen, die ergänzend aufgenommen werden können. In der Auswahl- und Entscheidungsphase werden die zuvor genannten Ideen nach Einfachheit, Realisierbarkeit und Schwierigkeitsgrad bewertet.
(aus: >> Projektmanagement-leicht gemacht)


Kopfstand-Methode

Ziele: Spaß, Phantasieanregung, Ideensammlung.

Rahmenbedingungen: Für Kleingruppen geeignet, ca. 10 - 30 Minuten,

Karten, Stifte, Stellwand.

Ablauf: Für die Lösungsfindung wird ein Brainstorming durchgeführt, bei dem zuerst von dem Gegenteil der gesuchten Lösung ausgegangen wird. Die Problemfrage wird auf den Kopf gestellt, also ins Gegenteil gekehrt. Statt beispielsweise danach zu fragen „Wie schaffen wir es, neue Jugendliche für unseren Jugendclub zu gewinnen?“ kehrt Ihr die Zielfrage um und sucht Antworten auf die Frage „Wie gestalten wir unseren Jugendclub möglichst unattraktiv für Neue?“ Die dabei gewonnenen Ideen (neue Jugendliche beschimpfen, falsche Öffnungszeiten angeben, Hooligans einladen) werden anschließend wieder ins Gegenteil gewendet und können zur Findung alternativer Lösungen inspirieren, einen netten Empfang für neue Jugendliche organisieren, bei Werbung Öffnungszeiten angeben, Zielgruppe definieren...
Bei der Methode wird davon ausgegangen, dass das Gegenteil einer gesuchten Lösung inhaltlich näher an dem Ziel liegt als alles, was sich dazwischen befindet. Möglichkeiten, eine Aufgabe auf den Kopf zu stellen, bieten die Fragen: Was ist das Gegenteil des Ziels, das erreicht werden soll? Wie soll das Ergebnis auf gar keinen Fall aussehen?
(aus: >> Projektmanagement-leicht gemacht)


Kugellager

Ziele: Alle Teilnehmenden aktivieren, Einstieg ins Thema, Ideensammlung

Rahmenbedingungen: Für jede Gruppengröße geeignet (am besten ist hier eine gerade Anzahl von Teilnehmenden), ca. 10 - 30 Minuten, (bei der zweiten Variante benötigt ihr evtl. Tische und Schreibzeug).

Ablauf: Es geht darum, dass alle Teilnehmenden kurz ihre Gedanken und Ideen miteinander austauschen. Hierfür stellt sich die Gruppe in zwei Kreise (einen inneren und einen äußeren) so auf, dass sich jeweils eine Person aus dem inneren Kreis einer Person aus dem äußeren Kreis gegenüber sieht. So werden die Paare für den Dialog gesetzt. Nun wird eine kurze Frage bzw. Aufgabe gestellt und von den jeweiligen Pärchen miteinander diskutiert. Nach 3-5 Minuten (je nach Frage) dreht sich der innere Kreis um einen Platz. Nun sind die Partner neu gemischt und die nächste Frage kann kommen.

Als Variante könnt ihr auch eine Art Speed-Dating veranstalten, hier sitzen sich jeweils zwei Reihen gegenüber. Die Fragen/Aufgaben können etwas ausführlicher sein, die Pärchen bekommen mehr Zeit und können sich ggf. Notizen machen. Auch hier wird jedoch nach einiger Zeit aufgerückt und in neuen Kombinationen weiter diskutiert.

Eine ausführlichere Beschreibung dieser Methode für den Unterricht findet sich >>hier. Sie ist jedoch nicht nur für das Klassenzimmer geeignet, sondern ist auch insgesamt eine gute Methode für die Gruppenarbeit.

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Ans Eingemachte!

Ihr wollt überlegen, wie in einem für euch wichtigen Bereich (Schule, Jugendclub, Verband oder Verein, Gemeinde etc.) Partizipation ermöglicht oder bereichert werden kann? Fangt damit an zu untersuchen, was bereits gut läuft und was verbessert werden muss. Dann könnt ihr aktiv werden und schauen, welche Schritte nötig sind um Veränderungen herbeizuführen. Diese Methode bietet sich hierfür besonders an:


Zukunftswerkstatt

Ziele: Bewusstmachen von gesellschaftlichen Missständen, Kommunikation fördern, handlungsorientiert arbeiten, konstruktives und positives Denken, neue Lösungswege finden.

Rahmenbedingungen: Für Großgruppen geeignet, Dauer ca. 3 Tage,

Papier, Stifte, Stellwände.

Ablauf: Die Zukunftswerkstatt ist eine sehr komplexe Methode, mit der Ihr eine Bestandsaufnahme machen könnt, was die Teilnehmenden vermissen oder kritisieren (z.B. im Stadtteil, an der Schule, im Freizeitbereich). Zum anderen bietet die Methode die Möglichkeit, Lösungswege zu erarbeiten, die die Basis für neue Ideen bilden können. Die „Zukunftswerkstatt“ gliedert sich in fünf Phasen, die aufeinander aufbauen:

Vorbereitungsphase: Das Thema wird vorgegeben bzw. die Teilnehmenden einigen sich anfangs eigenständig auf ein Thema.

Kritikphase: Die Teilnehmenden sammeln Kritik an aktuellen Missständen bezüglich des ausgewählten Themas, die im nächsten Schritt systematisiert und bewertet wird. Die Beteiligten erstellen eine Prioritätenliste der Kritikpunkte.

Phantasiephase: Nun können alle ihren Gedanken freien Lauf lassen und z.B. überlegen, wie die aktuellen Missstände behoben werden können.

Verwirklichungsphase: Hier werden die Vorschläge aus der Phantasiephase mit der Realität abgeglichen: Was ist wirklich möglich? Wie können die Ideen umgesetzt werden? Es werden konkrete Maßnahmen genannt, Strategien erarbeitet und ein genauer Zeitplan für deren Umsetzung aufgestellt. Weiterhin wird festgelegt: Wer was wann macht.

Nachbereitungsphase: Damit die Ergebnisse nicht nur „im kleinen Kreis“ bekannt sind, macht es Sinn, z.B. eine Veranstaltung zu organisieren. Hier können Interessierte (Politiker_innen, Expert_innen, etc) eingeladen werden. Ansonsten geht es nun darum, die erarbeiteten Aktionen in die Tat umzusetzen.

Die Methode ist sehr komplex und bedarf einer guten Vorbereitung…
Am Ende der Ideenentwicklung gilt es, sich auf eine Strategie bzw. eine Projektidee festzulegen. Da ihr ein Team seid, ist es egal, von wem die Idee kommt, die Ihr als Projekt umsetzen wollt. Wichtig ist vor allem, dass ihr euch für die Idee entscheidet, für die sich die meisten von euch begeistern können. Überprüft die Realisierbarkeit des Projektes hinsichtlich Zeit, Arbeitsaufwand und Finanzen. Habt ihr euch für ein Projekt entschieden, ist es oft hilfreich, eine Recherche durchzuführen, um weitere Informationen über Chancen und Risiken zu erhalten, sowie evtl. Erfahrungen mit Anderen auszutauschen, die bereits ein solches Projekt durchgeführt haben. Vielleicht ist es auch notwendig, externe Partner_innen für euer Projekt zu gewinnen? Nur Mut: Der Schritt von der Idee hin zum Projekt fällt nicht immer leicht, ist aber machbar!

(aus: >> Projektmanagement-leicht gemacht)

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Methodenpool
 

Es gibt total viele tolle Materialien die Ideen und Methoden liefern um sich (kreativ) mit Themen auseinander zu setzen. Hier ist eine kleine Auswahl:

>> Methoden aus dem NAP Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekt

>> Sammlung von Materialien der SJD-Die Falken

>> Beispiele, wie Gesellschaftsspiele für die thematische Arbeit angepasst werden können

>> Methodenquartett der dpsg

>> Website für Kreativität und Ideenfindung

>> Die Zukunftswerkstatt, ausführlich erklärt

>> neXTtools: Methoden, Spiele und Ideen
neXTtools.de ist ein neuer mobiler Service des Landesjugendrings Niedersachsen e.V. für alle, die in der Jugendarbeit aktiv sind.

 

Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt auf ihrer Homepage >> www.bpb.de etliche Materialien für Schule und Jugendarbeit bereit. Hier sind einige, die für euch besonders spannende Ausgaben:

>> http://www.bpb.de/shop/lernen/thema-im-unterricht/36917/politik-fuer-einsteiger

>> http://www.bpb.de/shop/lernen/thema-im-unterricht/36958/was-heisst-hier-demokratie

>> http://www.bpb.de/shop/lernen/thema-im-unterricht/36913/methoden-kiste

>> http://www.bpb.de/shop/lernen/themenblaetter/36713/jugendbeteiligung-in-der-demokratie

 

Methoden digital

Hilfreiche Tools aus dem digitalen Bereich:

>> Diigo: Das Tool Diego ermöglicht es Online-Texte, wie Texte auf Papier zu behandeln. So kann man Abschnitte hervorheben, eigene Notizen anfügen oder Stichwörter vergeben. Optimal also für die erste Online-Recherche zum jeweiligen Thema!

>> Prezi: Prezi ist ein Präsentationsprogramm, dass eine sehr dynamische Darstellung von Inhalten ermöglicht. Man kann sich das Programm als ein unendlich großes Flipchart-Papier vorstellen, auf welchem man sich per Mausklick bewegen kann. Außerdem ermöglicht es ein hinein- und hinauszoomen, was eine sehr tiefgehende Vermittlung von Inhalten ermöglicht. Es erfordert ein wenig Zeit sich in das Tool hineinzudenken, doch es lohnt sich!

>> Animoto: Das Online-Tool animoto erstellt wie von Zauberhand hochauflösende Videos. Der Anwender liefert lediglich das Tonmaterial, Bilder oder Grafiken und wenn man will noch ain paar kleinere Texte. Animoto stellt diese zu einer "Slideshow" zusammen. Die kostenlose Lite-Variante bastelt Video´s mit einer maximalen Länge von 30 Sekunden.


Schonmal was vom Educaching gehört? >> Hier erfahrt ihr mehr!